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22. Februar 2015: Winterkino

Rund 150 Zuschauer gedachten mit dem Film "Daheim sterben die Leut" dem Neuravensburger Franz Vogt, der als Laienschauspieler mitwirkte. Im Vorfeld an den Filmabend erinnerten sich fünf seiner Neuravensburger Weggefährten an ihn. Ortsvorsteher Hermann Schad, Horst Büssenschütt als ehemaliger Vorsitzender des SVN, Xaver Lanz zusammen mit Gerhard Weiss von der Kameradschaftsförderung und Charly Bosio, Vorstand der Burgbühne Neuravensburg, erzählen darin von Franz Vogts Talenten, seinem Charme und wie das damals mit dem Telemark in Oberstdorf war. Die Nachlese:

 

...über sein Engagement

 

Hermann Schad: „Franz Vogt war jemand, der das Ehrenamt gelebt hat, er wollte seiner Heimatgemeinde und vor allem den Neuravensburgerinnen und Neuravensburgern Gutes tun, selbstlos, zuverlässig und stets mit viel Humor.“ Horst Büssenschütt: „Franz hat für den SVN gelebt. Er war Jahrzehnte lang ein Repräsentant und Botschafter des Vereins in Neuravensburg, von Wangen und weiten Teilen des Allgäus und Oberschwabens.“

Charly Bosio: „ Er war Gründungsmitglied der Theatergruppe, Vorstand, Regisseur und ist in jeder Rolle aufgegangen - ob Polizist, Opa, Liebhaber, Vierhändler oder Politiker.

Xaver Lanz: „Der Vogt Franz war großer Befürworter der Kameradschaftsförderung. Mit Schürze bewaffnet hat er bei jedem Heimspiel das Essen für die Fußballer ausgeteilt. Außerdem war er Mitbegründer der „Argendohlen“. Zuerst war er Basssänger. Nach seiner Kehlkopf-OP gab er den Gesang nicht auf. Stattdessen übernahm er den Dirigentenstab und das Amt des Notenwarts.“

 

...über seine Talente

 

Charly Bosio: „Franz war immer der erste, der seinen Text im Theater auswendig konnte.“

Horst Büssenschütt: „Er hat sich besonders für die Jugendabteilung des Fußballs eingesetzt. Seine kommunikativen Talente und seine rhetorischen Fähigkeiten haben ihn ausgezeichnet.“

Xaver Lanz: „Ich bewundere Franz Vielseitigkeit, sein Durchsetzungsvermögen, seine Spontaneität und seine Überzeugungskraft. Er war im Tennis, Tischtennis, beim Skifahren, Boxen, Fischen, hat gedichtet, war Fußballtorwart und Schauspieler. Er hat uns als Aufstiegstrainer in die Bezirksliga geführt. Seine große Leidenschaft war übrigens zu Hause das Kochen.“

Hermann Schad: „Franz Vogt war ein Mann des Lebens, sein Lebensmut, seine Lebensfreude und seine Zufriedenheit sind beispielgebend. Von nichts hat er sich entmutigen oder unterkriegen lassen, auch nicht davon, dass er nach seiner Kehlkopfoperation nicht mehr singen und nur beschwerlich reden konnte.“

 

...über seinen Charme

 

Xaver Lanz: „Franz war ein absoluter Charmeur. Er war gesellig, witzig und hilfsbereit und hatte für jeden ein offenes Ohr.“

Hermann Schad: „Sein größtes Talent war vielleicht, dass er gut mit Menschen konnte. Es war ihm beispielsweise wichtig, die jungen Spieler beim SVN mit den Werten und Traditionen des Vereins vertraut zu machen - den freundschaftlichen Kontakt zur jungen Generation im Verein hat er stets gesucht.“

Horst Büssenschütt: „Franz Charme war seine offene sympathische Art. Er war überall gern gesehen und beliebt. Ich bewunderte seinen Umgang mit seiner lebensbedrohende Kehlkopfkrankheit. Er kämpfte dagegen an, behielt seine positive Grundstimmung und war bei allen Vereinsveranstaltungen und Fußballspielen präsent.“

Charly Bosio: „Franz Vogt war immer auf der Seite der Schwächeren. Er trat jedem offen gegenüber.“

 

...was in Erinnerung bleibt

 

Horst Büssenschütt: „Franz war ja nicht nur Torwart bis ins hohe Alter, Schauspieler und Sänger, sondern hat auch Tischtennis gespielt. Das hat er auch nach drei oder vier Pils gar nicht mal schlecht gemacht.“

Hermann Schad: „Bei unserem letzten Besuch in Poleo vor jetzt knapp 2 Jahren stand Franz beim obligatorischen Fußballspiel der AH am Samstagnachmittag im Tor, einen zweiten Torwart hatten wir nicht dabei. Trotz der für Poleo typischen Platzverhältnisse, trocken und wenig Rasen im Torraum, hat Franz sich nicht geschont und ist gehechtet wann immer es erforderlich war - bis ihn Mitte der zweiten Halbzeit ein Sportfreund aus Poleo ablöst hat. Am Abend tat Franz sein ganzer Körper von Kopf bis Fuß weh, aber er war froh und glücklich darüber, mitgespielt zu haben.“

Charly Bosio: „Ich erinnere mich an eine Theateraufführung, an der Franz wie immer eine große Rolle inne hatte. Nach einem zu langen Frühschoppen im Wieser war er noch etwas müde während der Aufführung. Er musste kurz vor seinen Einsätzen immer wieder geweckt werden. Trotzdem war er textsicher.“

Xaver Lanz: „Franz war immer für einen Spaß zu haben. Bei einem Ausflug zum Skifliegen nach Oberstdorf führte Franz im Festzelt von einer Bierbank aus mit einer Maß Bier in der Hand den Telemark vor. Daraufhin war er minutenlang nicht mehr zu sehen unter einer Traube von japanischen und norwegischen Fotografen. Ein anderes Mal ging es bei den Nordischen Kombinierern in Oberstdorf um den Weltmeistertitel für die Deutschen. Unser Schlussläufer Thomas Pohl machte sich vor dem Stadion warm und Franz stimmte den Schlachtruf „Thomas, Thomas, Thomas“ an. Zuerst war er allein, dann machten hundert mit, dann tausend, am Ende das ganze Stadion. Er hat uns zur Weltmeisterschaft geschrien.“

 

...warum er in Neuravensburg ein Unikat bleibt

 

Hermann Schad: „Franz hat den Sport, insbesondere den Fußball, das Theater, den Gesang und die Geselligkeit geliebt und gelebt. Er hat im besten Sinne die Kameradschaft und Geselligkeit gepflegt und gefördert.“

Horst Büssenschütt: „Er war ein Idealist, der sich über Jahrzehnte mit vollem Einsatz für seine ehrenamtlichen Aufgaben einsetzte. Wenn ich die Heimspiele der Fußballer besuche, fehlt mir Franz, der sich auch als Zuschauer emotional voll mit dem Verein identifizierte.“

Charly Bosio: „Franz Vogt hat das Neuravensburger Dorfleben geprägt wie kein Zweiter.“

Xaver Lanz: „Der Vogt Franz hat sich in vielen Vereinen aktiv eingebracht. Nicht, weil er sich etwas davon erhofft hat, sondern aus Idealismus. Davon gibt es nicht viele. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, hat er es durchgezogen. Er war ein echtes Neuravensburger Unikat.“

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